Deutschland ist immun: 7 Theorien rund um den Corona-Impfstoff

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Impfungen haben endlich begonnen

Endlich geht es los: Die Impfungen gegen Coronaviren haben bundesweit begonnen. In Berlin ließ sich am Sonntagmorgen eine 101-jährige Seniorin im Beisein von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) in einem Pflegeheim den Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer spritzen. Doch leider kursiert – nicht nur im Internet – meist falsches Wissen zu den Impfstoffen. Wir haben uns 7 Theorien über Impfstoffe angeschaut.

Corona-Impf-Irrtum Nr. 1: Da Menschen trotzdem krank werden können, ist der Impfstoff unwirksam.

Die Bundesregierung erklärt in ihren FAQ zum Corona-Impfstoff, dass derzeit noch nicht geklärt ist, ob die Impfung nicht nur das Auftreten einer geimpften Krankheit, sondern auch die Ansteckung anderer Menschen verhindert. Unsere Erfahrungen mit anderen Impfungen deuten jedoch darauf hin, dass dies der Fall ist. “Unsere Erfahrungen mit anderen Impfungen deuten jedoch darauf hin, dass dies der Fall ist.” Sicher ist jedoch, dass das Risiko, sich mit Covid-19 anzustecken, durch den Impfstoff verringert wird.

Der Leiter des Hygienezentrums Bioscientia, Dr. Georg-Christian Zinn, weist darauf hin, dass die Impfung oft vor einer Ansteckung schützt. Lesen Sie hier mehr!

Mythos Corona-Impfstoff Nr. 2: Ein RNA/DNA-Impfstoff manipuliert die Gene des Menschen

Nein! Durchschlagend! Laut der Informationsseite der Bundesregierung kann die Möglichkeit, dass sich RNA/DNA-Impfstoffe in das Genom menschlicher Körperzellen integrieren, nach derzeitigem Kenntnisstand nicht als gegeben angesehen werden.

Die Abkürzung mRNA, auch messenger RNA genannt, steht für Boten-Ribonukleinsäure. Der mRNA-Impfstoff besteht aus dem genetischen Material für einen oder mehrere eindeutige Bestandteile des Virus; im Falle des Coronavirus ist es das Spike-Protein oder Teile davon. Dieses genetische Material wird bei der Impfung in menschliche Zellen eingebracht. Ist die mRNA in den menschlichen Zellen angekommen, replizieren diese das virale Protein und präsentieren es dank des darauf gespeicherten Bauplans dem Immunsystem. Dies löst eine Immunantwort aus und folglich hat der Geimpfte ein sehr geringes Risiko, an Covid-19 zu erkranken.

Könnte unser Erbgut durch den mRNA-Impfstoff verändert werden?

Zahlreiche Experimente haben bereits gezeigt, dass es keine Verbesserung des menschlichen Genoms gibt, wenn es sich um DNA-Impfstoffe handelt.

Mythos Corona-Impfstoff Nr. 3: Impfstoffe enthalten gesundheitsgefährdende Zusatzstoffe

Das Paul-Ehrlich-Institut testet und prüft Impfstoffkandidaten bereits während der klinischen Studien und informiert die Bundesregierung darüber. “Anschließend prüfen die Zulassungsbehörden weltweit deren Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit auf hohem Niveau. So wird sichergestellt, dass der Nutzen einer Impfung die möglichen Risiken deutlich überwiegt.”

Um die Haltbarkeit zu verbessern, wird dem Wirkstoff im Falle des mRNA-basierten Impfstoffs sogar eine Art Schutzschicht zugesetzt. “Wir müssen beobachten, was diese Zusätze bewirken”, sagt Ulrike Protzer, Direktorin des Instituts für Virologie der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München. “Man geht von einer guten Verträglichkeit aus, aber es fehlen noch Langzeiterfahrungen.”

Wie sicher sind die Impfstoffe gegen Corona?

Corona in Deutschland – der erste Impfstoff ist da

Corona-Impfstoff-Mythos Nr. 4: Impfung bringt nichts, weil auch nach einer COVID-19-Infektion die Antikörperspiegel teilweise schnell abfallen

Auch wenn die erzeugten Antikörperspiegel nach der Impfung nach einigen Monaten abfallen, kann eine schützende Immunantwort durch eine Impfung erreicht werden, stellen dazu die FAQ der Bundesregierung klar. Und weiter: “Mit einer Impfung werden neben den Antikörpern auch Immunzellen trainiert, die Corona-infizierte Zellen erkennen und zerstören können.” Wie lange der Schutz anhalte, werde im Rahmen der klinischen Prüfungen auch nach einer Zulassung weiter ermittelt.

Antikörper nach Moderna-Impfung über Monate nachweisbar

Corona-Impfstoff-Mythos Nr. 5: Gegen Coronavirus-Mutationen hilft der Impfstoff nicht mehr

Die Meldung, dass sich aktuell eine mutierte Variante des Coronavirus verbreitet, sorgt für schlechte Stimmung. Der Epidemiologe Prof. Timo Ulrichs gibt aber Entwarnung: “Es ist ein völlig natürlicher Vorgang, dass das Virus in Varianten auftritt”, so der Epidemiologe. Im Hinblick auf Impfstoffe sagt er: “Wenn wir das mit dem vergleichen, was die Impfstoffe abdecken, können wir da auch eher beruhigt sein”, so der Epidemiologe. “Weil die produzierten Antikörper bei der Immunisierung dann eben alle die Varianten gut abdecken und erfassen.”

Corona-Mutation – bringen die Impfungen jetzt nichts mehr?

Corona-Impfstoff-Mythos Nr. 6: Bei der Impfstoff-Zulassung ging Schnelligkeit vor Sicherheit

Nein, sagt die Bundesregierung. Ein Impfstoff werde in Deutschland nur dann zugelassen, wenn er an ausreichend vielen Personen getestet wurde und bestätigt wurde, dass die gewünschte Wirkung gegenüber den aufgetretenen Nebenwirkungen deutlich überwiegt.

Üblicherweise vergehen bei der Entwicklung von Impfstoffen Jahre – wieso ging diesmal alles so rasend schnell? Und wirkt sich das auf die Sicherheit der Impfstoffe aus? Warum der Corona-Impfstoff so schnell da ist, lesen Sie hier!

Corona-Impfstoff-Mythos Nr. 7: Die gesetzliche Impfpflicht kommt doch eh

Die Bundesregierung bekräftigt hier zum wiederholten Mal: “Die Impfung gegen das Coronavirus ist freiwillig.” Es werde jedoch eine starke Impfempfehlung ausgesprochen, um sich nicht nur selbst, sondern die Gemeinschaft zu schützen.

Pro und Contra – brauchen wir eine Impfpflicht?

So bekommen Sie in Ihrem Bundesland einen Termin zur Corona-Impfung

Als Erstes sollen priorisierte Bevölkerungsgruppen die Möglichkeit zur Corona-Impfung erhalten. Darunter fallen unter anderem Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und die entsprechenden Mitarbeiter sowie medizinisches Personal auf Intensivstationen oder in Notaufnahmen. Sobald genügend Impfdosen zur Verfügung stehen, soll es weiteren Personengruppen möglich sein, einen Termin zur Impfung in den Impfzentren ihres jeweiligen Landkreises zu vereinbaren. Hier finden Sie eine Übersicht nach Bundesländern, wie und wo Sie an Ihren Termin zur Corona-Impfung kommen.

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