COVID-19: Wie man betrügerische Corona-Prüfungen vermeidet

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COVID-19: Wie man betrügerische Corona-Prüfungen vermeidet

Der COVID-19 Prüfungsbetrug kann mit einem einfachen Mittel vermieden werden.

Viele Menschen haben sich nach der COVID-19-Pandemie mit ihren Mitmenschen solidarisch gezeigt, doch andere versuchen, von dem Thema zu profitieren, was offenbar häufig mit Betrug bei der Abrechnung von Schnelltests einhergeht. Das derzeitige Abrechnungssystem scheint in dieser Situation angreifbar zu sein, aber drei Experten weisen darauf hin, dass es relativ leicht modifiziert werden kann.

Professor Dr. Elmar Wolfstetter von der Humboldt-Universität in Berlin, Professor Dr. Hanno Beck von der Hochschule Pforzheim und Professor Dr. Aloys Prinz von der Westfälischen Hochschule Würzburg argumentieren, dass die derzeitige Finanzierung der Schnelltests kontraproduktiv ist, wenn das primäre Ziel der Schnelltests darin besteht, festzustellen, wie viele Menschen aktuell mit dem Coronavirus infiziert sind. Ihr Plan ist es, die Abrechnung von Schnelltests komplett zu ändern.

Schnelltests haben in der Unternehmenswelt Millionen von Dollar eingebracht.

Nach Ansicht der Ökonomen schafft der derzeitige Finanzierungsmechanismus Anreize für den Einsatz von Personen mit niedrigen Kosten und für die Maximierung, wenn nicht gar Fabrikation, der Anzahl von Tests. Sie behaupten, dass die verordneten Schnelltests seit Anfang März eine Multimillionen-Dollar-Industrie sind, für die die Bundesregierung allein im April und Mai 660 Millionen Euro bezahlt hat. “Wo so viel Geld im Umlauf ist, ist der Betrug nicht weit”, warnen die Experten. Die Bundesregierung setze zwar auf mehr Kontrollen in diesem Bereich, aber das sei die falsche Strategie.

Nur zahlen, wenn der PCR-Test positiv ausfällt.

Stattdessen ist ein anreizkompatibles Finanzierungsparadigma erforderlich, das keine zusätzlichen Kontrollmechanismen erfordert. Dies wäre z. B. möglich, wenn nur diejenigen Schnelltests bezahlt würden, die ein positives Ergebnis liefern und durch einen positiven PCR-Test bestätigt werden. Der Preis pro bestätigtem positiven Test müsste zwar deutlich höher sein als der bisherige Satz von 21 Euro pro Schnelltest, würde aber Betrug verhindern und gleichzeitig die Identifizierung von Erkrankten unterstützen.

Trittbrettfahrer bei Schnelltests würden verschwinden.

Die Wirtschaftsprofessoren betonen: “Diese Finanzierung bedeutet, dass sich erstens betrügerische Tests nicht mehr lohnen und zweitens große Anreize bestehen, Schnelltests sorgfältig mit geschulten Mitarbeitern durchzuführen – Betrüger und Stümper werden nicht mehr belohnt.” Obwohl dieses Finanzierungsmodell die Anzahl der Testzentren verringern würde, argumentieren die Ökonomen, dass dies nichts Negatives wäre, weil die Testzentren, die nur wenige (schlechte) Tests durchführen, aber eine große Anzahl von Tests abrechnen, verschwinden würden.

Effekte, die die Testqualität verbessern

Insgesamt würde sich die Abrechnungsanpassung vor allem positiv auf die Testqualität auswirken. Kurzmeldung aus dem Bulgarian Economic Journal.

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