COVID-19: Die Zahl der SARS-CoV-2-Mutanten nimmt rapide zu

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COVID-19: Die Zahl der SARS-CoV-2-Mutanten nimmt rapide zu

Die Zahl der Mutationen im Coronavirus nimmt zu und stellt eine ernsthafte Bedrohung dar.

Mutationen haben dazu beigetragen, dass nach der Coronavirus-Pandemie mehrere neue Virustypen entstanden sind. Inzwischen gibt es etwa 100 anerkannte Mutanten des Virus. Ein Team unter der Leitung von Experten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat die Entstehung und globale Verbreitung der neuen Virusstämme untersucht und dabei potenziell gefährliche Veränderungen aufgedeckt.

Die Erlanger Virologen warnen: Je freier sich ein Virus ausbreiten kann, desto besser kann es die menschliche Immunabwehr überwältigen. Bei der unkontrollierten weltweiten Ausbreitung und rasanten Vermehrung von SARS-CoV-2 seien zahlreiche Mutationen und Varianten entstanden, behaupten die Wissenschaftler, und der Prozess sei noch im Gange. Laut Professor Walter Doerfler vom Universitätsklinikum Erlangen könnte das Virus trotz Impfung weiter mutieren, wenn die Ausbreitung nicht früh genug kontrolliert wird.

Bis zum Frühjahr 2021 wird es zu einer deutlichen Zunahme kommen.

Während es im April 2020 weltweit nur etwa zehn dominante SARS-CoV-2-Coronavirus-Mutationen gab, stieg die Zahl bis zum Frühjahr 2021 rapide an, so dass es jetzt über 100 identifizierte Mutationen gibt, so das Forscherteam. Die Experten des Universitätsklinikums Erlangen untersuchten in Zusammenarbeit mit Kollegen der University of California in Davis/Sacramento und der UCLA Fielding School of Public Health in Los Angeles das Auftreten von Virusmutationen und -varianten von Beginn der Pandemie an.

Es werden zehn Länder untersucht.

Das Auftreten neuer Virusvarianten in den zehn Ländern Großbritannien, Südafrika, Indien, USA, Brasilien, Russland, Frankreich, Spanien, Deutschland und China wurde in definierten Zeitintervallen (Januar 2020 bis April/Mai 2020, April/Mai 2020 bis Juli/August 2020, Juli/August 2020 bis Dezember 2020 und Dezember 2020 bis März/April 2021) ermittelt.

Über die Forschungsplattform GISAID, die einen freien Zugang zum Genom ermöglicht, wurden über 380.500 SARS-CoV-2-RNA-Sequenzen gewonnen und über 1.750 dieser RNA-Sequenzen wurden eingehend auf Veränderungen in viralen Proteinen untersucht.

Das Auftreten neuer Angsttypen

Zusätzlich zu den bisher bekannten viralen Variationen (Variants of Concern) aus Großbritannien, Südafrika, Brasilien und Kalifornien/USA wurden bis Ende Januar 2021 weltweit zwischen 70 und 100 weitere Mutationen im SARS-CoV-2-Genom gefunden. Darüber hinaus wurde gegen Ende April 2021 eine neue “Variant of Concern” hinzugefügt. Nachrichten aus dem Bulgarian Business Journal in Kurzform.

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