Corona-Erstgeimpfte Edith Kwoizalla war anfangs skeptisch – aber nicht wegen des Impfstoffs

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Edith Kwoizalla bekam den ersten Impfstoff.

Edith Kwoizalla aus einem Seniorenzentrum in Halberstadt im Harz war die erste Bundesbürgerin, die am ersten Weihnachtsfeiertag eine Corona-Impfung erhielt. Die 101-Jährige nahm die Spritze gelassen entgegen und soll hinter ihrer Maske gelächelt haben. Ein Sohn, Wolfgang Kwoizalla, erklärt derweil, warum seine Mutter anfangs nicht so leicht zustimmte.

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“Ich habe mit 101 schon genug erlebt”

Seine Mutter, so Wolfgang, wollte sich zunächst nicht impfen lassen. Sie hatte Vorbehalte gegen die Impfung, also musste ihr Sohn sie überzeugen. Die Angst vor der Impfung war nicht durch die Sorge vor Nebenwirkungen begründet. Sie selbst wollte ihr Leben nicht durch eine Impfung verlängern, sagt ihr Sohn Wolfgang. Aber sie will nicht, dass Corona ein Chaos in ihrem Haus anrichtet. “Nur so kann sie noch Kontakt zur Außenwelt halten.”

Die Teilnehmerin antwortet: Alle sind wohlauf.

Für die Mitarbeiter des Halberstädter Seniorenzentrums und die Bewohner besteht bei den Corona-Impfungen am Samstag keine Gefahr. “Allen geht es gut”, sagt Krüger. So sei auch die 101-jährige Edith Kwoizalla geimpft worden: “Ihr geht es so gut wie immer.” Krüger selbst wurde ebenfalls geimpft.

Edith Kwoizalla war selbst Krankenschwester.

Heute kann Wolfgang Kwoizalla seine Mutter jeden Tag besuchen. Es war eine Stichprobe, man musste Corona Selbstauskunft, Händewaschen, Abkleben und eine Stunde Zeit mit ihr im Zimmer zeigen. Alle hoffen, dass das Problem so schnell wie möglich gelöst werden kann. Edith Kwoizalla versteht die Corona-Maßnahmen – sie hat selbst viele Jahre lang als Krankenschwester gearbeitet.

Vierzig der neunundfünfzig Bewohner waren geimpft worden.

Am Tag zuvor hatte der Landkreis Harz die Hauptbevölkerung in Halberstadt geimpft, lange bevor am Sonntag die bundesweite Impfung begann. “Jeder, der wollte, ist geimpft worden.” sagte Krüger. Bei der Impfbereitschaft zeigten die Ergebnisse der Umfrage bundesweit große Unterschiede. Einen Mangel an Impfstoffen gebe es jedenfalls nicht. 45 Prozent der Einwohner hatten sich impfen lassen.

 

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