Clustering des Hanta-Virus

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Pappenheim – In den letzten 10 Tagen sind in der Stadt Pappenheim und Umgebung insgesamt sieben Fälle von Infektionen mit dem Hantavirus aufgetreten.

Das teilt das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen mit. Das Gesundheitsamt rät daher den Anwohnern im betroffenen Gebiet zur Vorsicht bei Arbeiten in Schuppen, Kellern oder auch im Hof.

 

In Süddeutschland werden Hantaviren durch infizierte Rötelmäuse verbreitet. Die Viren werden mit Speichel, Kot und Urin ausgeschieden und können sich außerhalb des Tierkörpers mehrere Tage lang vermehren. Der Mensch infiziert sich durch Einatmen von kontaminiertem Staub. Andere Infektionswege (am häufigsten durch Hautverletzungen) sind denkbar, aber sehr ungewöhnlich.

 

Der Großteil der Erkrankungen beim Menschen bleibt demnach unbemerkt. Tritt die Krankheit doch auf, geht ihr häufig ein starkes Fieber voraus. Zusätzlich treten häufig Rücken-, Kopf- und Bauchschmerzen auf. Nach einigen Tagen entwickelt sich ein Nierenversagen, das in manchen Fällen eine stationäre Behandlung erforderlich macht. Langzeitfolgen sind dagegen in Mitteleuropa äußerst selten.

 

Im Blut vorhandene Antikörper weisen die Infektion nach. Nach einer Erkrankung wird eine lebenslange Immunität vermutet. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nicht statt.

 

Der effektivste Weg, eine Infektion zu vermeiden, ist die Verringerung der Mäusepopulation in und um die Wohnung, die Eliminierung aller Nahrungsquellen in diesem Bereich und das Arbeiten in Schuppen, Kellern und Gärten unter Verwendung von Atemschutzmasken (FFP2) und Handschuhen. Stäube können auch durch Befeuchten effektiv gebunden werden.

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