Antibiotikaresistenzgen, das von Hunden auf Menschen übertragen werden kann, ist extrem gefährlich.

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Antibiotikaresistenzgen, das von Hunden auf Menschen übertragen werden kann, ist extrem gefährlich.

Antibiotikaresistente Keime durch Hunde verbreitet?

Hunde können ein bestimmtes Gen, das die Resistenz gegen das Antibiotikum Colistin fördert, an Menschen weitergeben. Colistin wird beim Menschen häufig als letzte Option zur Behandlung von Infektionen eingesetzt, die durch Bakterien verursacht werden, die bereits Resistenzen gegen alle anderen Antibiotika entwickelt haben.

In einer aktuellen Untersuchung wurde das sogenannte mcr-1-Gen bei vier gesunden Menschen und zwei Haushunden entdeckt. Die Studie ergab, dass in zwei Fällen sowohl der Hund als auch der Besitzer das schädliche Gen hatten. Dies erhöht die Möglichkeit, dass das Gen vom Hund auf den Menschen vererbt wurde.

Wofür steht das mcr-1-Gen?

Seit seiner Entdeckung in China im Jahr 2015 wurde das mcr-1-Gen bei einer Vielzahl von Menschen und Tieren auf der ganzen Welt nachgewiesen. Das mcr-1-Gen führt zu einer Resistenz gegen das Antibiotikum Colistin, das beim Menschen eingesetzt wird, wenn alle anderen Antibiotika versagt haben.

Aufgrund von mcr-1 sind Infektionen nicht mehr heilbar.

Kombiniert man mcr-1 mit bereits arzneimittelresistenten Bakterien, so die Forscher, könnte dies im schlimmsten Fall zu einer wirklich unheilbaren Infektion führen. In ihrer neuesten Studie wollten die Forscher herausfinden, ob Haustiere als Reservoir für das Gen fungieren könnten, so dass es sich in der Bevölkerung ausbreiten kann.

Dazu suchten die Forscher nach Colistin-Resistenz in Bakterien in Kotproben von Menschen und ihren Haustieren. Zwischen Februar 2018 und Februar 2020 wurden Proben von 126 gesunden Personen genommen, die in 80 Haushalten in Lissabon mit insgesamt 102 Katzen und Hunden lebten. Alle Teilnehmer, sowie 61 der Tiere, waren bei guter Gesundheit. Haut- und Weichteilinfektionen (SSTI) betrafen 23 der Haustiere, während Harnwegsinfektionen 18. (UTI). Überraschenderweise hatte keine der untersuchten Katzen das schädliche Gen.

Das Gen wurde bei Katzen nicht gefunden.

Die anschließenden Tests ergaben, dass die aus allen 12 mcr-1-positiven Proben isolierten Bakterien gegen eine Vielzahl von Medikamenten resistent waren. Das mcr-1-Gen wurde sowohl bei den Hunden als auch bei ihren Besitzern in zwei der untersuchten Haushalte mit Hunden mit SSTIs gefunden. Laut den Wissenschaftlern zeigt die genetische Analyse der Proben, dass das Gen in einer dieser beiden Situationen zwischen dem Tier und dem Besitzer weitergegeben wurde.

Eine Übertragung in beide Richtungen ist möglich.

Trotz der Tatsache, dass es sich um eine Zwei-Wege-Übertragung handelt. Newsflash aus dem Bulgarian Business Journal.

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