Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl – das ist das Erfolgsrezept von “Tatort”.

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In zwei miteinander verbundenen Überblendepisoden “Tatort: In der Familie” (1 und 2), die an den beiden folgenden Sonntagen gezeigt wurden (29.

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, 20:15 Uhr, der erste), ermitteln die Münchner Kommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) gemeinsam mit den Dortmunder Kommissaren.

Mit den Schauspielern Wachtveitl und Nemec (“Eine Weihnachtsgeschichte”) sind damit zwei Stars und echte Veteranen der Serie Teil der Jubiläumsthriller.

Sie landen regelmäßig unter den Top 3 in den Beliebtheits-Umfragen.

Der “Tatort” feiert sein 50-jähriges Jubiläum.

Und das zu Recht? Warum ist kein Ende in Sicht?

Nach Ulrike Folkerts als Kommissarin Lena Odenthal (seit 1989) ermitteln sie seit 1991 und sind damit die zweitlängste in der Sonntagskrimiserie.

Ganz oben auf dem Podium landen die Münchner Ermittler sogar mit der Anzahl der ausgestrahlten Folgen – und ein Ende ist nicht in Sicht.

In einem Interview mit dem Nachrichtenagentur-Spot on news anlässlich des großen “Tatort”-Jubiläums erklären die beiden, was ihrer Meinung nach das Erfolgsrezept der Serie ist und wie sie sich in den letzten Jahrzehnten verändert hat.

Udo Wachtveitl: Es liegt wohl auch daran, dass im “Tatort” oft die richtige Balance gefunden wurde.

Auf der einen Seite steht die berechtigte Erwartung der Zuschauer, einen spannenden Krimi erzählt zu bekommen.

Also im Grunde ein Mord, der nach 90 Minuten aufgeklärt ist, das ist das Muster, das für fast alle Folgen gilt.

Auf der anderen Seite muss dieses Muster immer wieder neu interpretiert und variiert werden, der Zuschauer muss überrascht werden.

Verlässlichkeit und Überraschung, dieser Spagat ist wohl relativ oft gelungen.

Deshalb sind die Zuschauer auch geneigt, es am nächsten Sonntag wieder zu versuchen.

Miroslav Nemec: Dass es so lange dauert, bestätigt wohl, dass es den Leuten gefällt.

Ob das gerechtfertigt ist oder nicht, liegt nicht an uns, sondern an den Zuschauern.

Wir machen es so, wie wir es für das Beste halten.

Wenn die Leute dem Format so lange treu bleiben, dann ist es richtig, ein solches Jubiläum zu feiern.

50 Jahre und kein Ende in Sicht
Die Qualität ist besser geworden
Gustl Bayrhammer mit Kultstatus

Seit 1991 gehören Sie dem “Tatort” an.

Wie hat sich der Krimi seither verändert?

Nemec: Insgesamt ist alles qualitativer geworden – der Schnitt, die Drehbücher, die Dialoge.

Das liegt auch daran, dass die Sehgewohnheiten des Publikums anspruchsvoller geworden sind.

Nemec: Sie können das sehr deutlich an Ihren eigenen “Tatorten” sehen.

Wenn ich mir zum Beispiel einen 20 Jahre alten Fall anschaue – die Schnittgeschwindigkeit, der erzählerische Puls und leider ist hier und da auch unser eigenes Schauspiel ganz anders.

Das hat auch mit den Regisseuren zu tun, die jünger sind und die es anders machen.

Auch die Kameraleute und Drehbuchautoren sind heute sehr innovativ.

Insgesamt ist die Qualität einfach besser.

Sogar bei unserem eigenen Stück ist die Qualität einfach besser.

Wachtveitl: Die Professionalität am Set hat definitiv zugenommen.

Auch das Filmhandwerk hat sich verbessert.

Ich will nicht urteilen, ob das konsequent mit einer höheren Qualität der Drehbücher einhergeht, dafür müsste ich mir ein paar hundert “Tatortte” mehr ansehen.

Aber auf jeden Fall hat sich durch das Upgrade etwas an den Endgeräten geändert.

Bild und Ton sind technisch viel besser und detaillierter geworden.

Auch das größere Format hat eine Veränderung bewirkt.

Immerhin muss man links und rechts 30 Prozent mehr inszenieren, mehr ausstatten, mehr Extras einbauen.

Können Sie sich an den ersten “Tatort” erinnern, den Sie je gesehen haben?

Wachtveitl: Dazu habe ich eine etwas andere Meinung.

Wie gesagt, das Niveau der Kinematographie ist gestiegen, das musste sie auch, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.

Aber es hat schon gute Geschichten und Dialoge gegeben.

Wachtveitl: Ich weiss nicht, welche das waren.

Aber ich weiss, dass ich mit dem Kinn auf dem Teppich vor dem Fernseher gelegen habe und es sehr spannend und toll fand.

Wachtveitl: Ja, den kenne ich auch noch.

Nemec: Das war einer mit dem Zollfahnder Kressin [überregionale Ermittlungen, gespielt von Sieghardt Rupp (1931-2015), A.

d.

R.

]

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