Die Türkei verschärft die Eindämmung des Coronavirus, da die Zahl der Todesopfer einen Rekordstand erreicht hat.

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Zu den neuen Regeln gehören eine Ausgangssperre während der Woche und ein vollständiger Lockdown an Wochenenden, da die täglichen COVID-19-Fälle zunehmen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat eine neue Runde strenger Restriktionen angekündigt, um einen Anstieg von Coronavirusinfektionen einzudämmen, die Ausgangssperre auf die Wochenenden auszudehnen und am Wochenende einen vollständigen Lockdown zu verhängen.

Nachdem vier Monate lang nur symptomatische Fälle gemeldet wurden, hat die Türkei letzte Woche wieder alle positiven COVID-19-Fälle gemeldet, bei denen die Zahl der täglich protokollierten Infektionen auf etwa 30.000 angestiegen ist.

Am Montag erreichte die Zahl der täglichen Neuerkrankungen mit 31.219 einen Rekordstand, während die Zahl der COVID-19-Todesfälle nach Angaben des Gesundheitsministeriums mit 188 Todesfällen in den letzten 24 Stunden zum achten Mal in Folge einen Rekordstand erreichte.

Gesamtansicht des verlassenen Ortakoy-Platzes in Istanbul [Ozan Kose/AFP] (AFP) während einer nächtlichen Ausgangssperre zur Eindämmung der Ausbreitung der durch das neuartige Coronavirus verursachten Covid-19-Pandemie

Nach einer Kabinettssitzung am Montag sagte Erdogan, dass an Wochentagen zwischen 21.00 Uhr und 5.00 Uhr eine Ausgangssperre verhängt werde. Er kündigte auch eine totale Wochenendsperre von Freitagabend 21 Uhr bis Montag 5 Uhr morgens an.

Lebensmittelgeschaefte und Lebensmittellieferdienste werden innerhalb bestimmter Stunden von den Sperrzeiten ausgenommen.

Außerdem dürfen Personen, die älter als 65 Jahre oder jünger als 20 Jahre sind, keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr benutzen, und Einkäufer müssten einen Code zur Ermittlung von Kontaktpersonen verwenden. In der Zwischenzeit werden maximal 30 Personen an Hochzeiten und Beerdigungen teilnehmen können, während die öffentlichen Silvesterfeiern abgesagt werden.

Die neuen Maßnahmen sollen ab Dienstag beginnen.

Die am 20. November eingeführten nächtlichen Ausgangssperren am Wochenende haben wenig dazu beigetragen, die Bewegungen der Menschen einzudämmen, da die türkischen Medien überfüllte öffentliche Räume zeigen.

Das Gesundheitsministerium gab am Montag bekannt, dass die Zahl der Infektionen im Land mit 83 Millionen Menschen 500.000 überschritten habe. Die Gesamtzahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie lag bei 13.746.

Der türkische Ärzteverband (TTB) bezweifelte jedoch die Zahlen der Regierung und schätzte, dass es täglich mindestens 50.000 neue Fälle geben müsse. Der Verband warnte am Montag auch davor, dass die staatlichen Krankenhäuser ausgelastet seien, was im Widerspruch zu Regierungsangaben steht, wonach 70 Prozent der Intensivbetten belegt seien.

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