Energieregulierer bewirft Stromunternehmen mit Zeitungspfeilen
Der Staat wirft den Energieunternehmen über die Presse mehrere Verstöße vor
Die Staatliche Kommission für Energie- und Wasserregulierung (DKEVR) kündigte an, man habe bei drei Energieanbietern nach einer durchgeführten Ermittlung verschiedene Gesetzesverstöße festgestellt. Die Unternehmen würden Geldbußen zahlen müssen, doch ihnen drohe kein Lizenzentzug, da die Verstöße nicht so erheblich seien, betonte die DKEVR. Gleichzeitig hat die Behörde auch den geplanten Anstieg der Strompreise um 5% gestoppt, den CEZ, E.on und EVN durchsetzen wollten. Nun steigen die Strompreise nur um etwa 2% bis 2.5%, da die DKEVR die Technologieausgaben der Unternehmen von 18% auf 15% kürzte. So sei die größere Erhöhung nicht notwendig, erklärte die Behörde. Die neuen Preise werden für ein Jahr gültig sein. Die drei Energieanbieter (CEZ, E.on und EVN) wollten eine Steigerung um etwa 5% in erster Linie wegen der erhöhten Preise der Energiezentralen und des staatlichen Energieunternehmens (NEK). Doch die Energieversorger protestierten stark gegen die Regelung. E.on kündigte sogar an, es werde den Beschluss der DKEVR vor Gericht anfechten. Die Entscheidung des Regulierers übe einen äußerst negativen Einfluss auf E.on aus, hieß es. Der Beschluss führe zu einer Entwertung des Unternehmens und könne innerhalb eines Jahres schon rote Zahlen verursachen. E.on wies auch darauf hin, dass die Preise von NEK gleichzeitig um fast 7% und die des Energiesystembetreibers (ESO), das zu NRK gehört, um nahezu 39% erhöht werden. „Es ist unzulässig, mitten in der Regulierungsperiode solche Änderungen durchzuführen“, kommentierte auch Atanas Dandarov von der CEZ- Geschäftsführung. Die Entscheidung der DKEVR könnte den Verlust von CEZ auf 87 Millionen Lewa mehr als verdoppeln, sagte er. EVN Geschäftsführer Jörg Sollfelner sagte auch, das Unternehmen habe in der kommenden Regulierungsperiode 180 Millionen Lewa zu investieren geplant, doch dies stehe jetzt in Frage.