Das neue Jahr sei auch nicht leicht für manche der wichtigsten Bereiche der Wirtschaft, und bessere Aussichten seien frühestens in der zweiten Jahreshälfte zu erwarten, darüber kommentierten Vertreter der Geschäftswelt. Die Wirtschaftsanalysten treten in dieser Hinsicht auch zurückhaltend auf, wobei es auf die Hauptprobleme hingedeutet wird. Es geht nämlich um die begrenzten finanziellen Möglichkeiten, die ungenügenden Investitionen sowie die Arbeitslosigkeit, die im laufenden Jahr weiterhin wachsen und sogar 11 Prozent erreichen kann. Zwei der Schlüsselbereiche- der Tourismus und die Bauwirtschaft- werden höchstwahrscheinlich von einem schlechten Jahr betroffen. Nur düstere Prognosen in diesen Bereichen. Der geschäftsführende Direktor der Baukammer, Ivan Boykov erklärt, dass es sich um immer weniger Baustellen und immer weniger neue Bauaufträge handele. Die größte Hoffnung ist mit den staatlichen Aufträgen verbunden, obwohl die Infrastrukturprojekte die ungenügenden Investitionen seitens der Privatwirtschaft nicht kompensieren würden. Nach der Vereinigung der Arbeitgeber und Industriellen in Bulgarien ( KRIB) könne man mit besseren Leistungen nur im Bereich der Landwirtschaft und der erneuerbaren Energiequellen rechnen.Optimistisch sind die Prognosen rücksichtlich der Pharma- und Lebensmittelindustreie und pessimistisch hinsichtlich des Maschinenbaues. Dem Bankensektor geht’s auch nicht so schlecht wie anderen Sektoren.