Borisov: Rumyana Zheleva für EU-Energiekommissarin nominiert
Der Premierminister Boyko Borisov erklärte, dass die parlamentarische Gruppe und die Parteiführung von GERB die Kandidatur der bulgarischen Außenministerin Rumyana Zheleva für den neuen bulgarischen EU–Kommissar vorbereiten. „Wir beanspruchen das Energieressort und die anderen zwei erwünschten Ressorts sind die EU–Erweiterung und die Infrastruktur, so Borisov.” Zu diesem Zeitpunkt werden energische Verhandlungen über ein passendes Portfolio für den bulgarischen EU-Kommissar geführt, fügte der Ministerpräsident noch hinzu. Zur Zeit ist der Lette Andris Piebalgs der EU-Energiekommissar. Er kandidiert für zweite Amtszeit und genießt unter anderem nach Angaben unterschiedlicher europäischer Medien und Informationsquellen in der Europäischen Kommission (EK) hohes Ansehen. Zur gleichen Zeit ist Bulgarien als das trojanische Pferd Russlands bekannt wegen der Politik der vorherigen Regierung, sich für russische Energieinteressen in der EU einzusetzen. Dazu gehörte auch das AKW-Belene-Projekt. Borisov teilte vor Journalisten mit, dass er in der nächsten Woche mit dem französischen Präsidenten Sarkozy und mit dem italienischen Premierminister Berlusconi verhandeln werde,weil Bulgarien große Untestützung für das Energie-Resort in der EK brauche. Bis zum am 29 Oktober in Brüssel stattfindenden Gipfeltreffen werden die Verhandlungen zum Thema mit den Hauptfiguren in der EU bereits verwirklicht worden sein. Die erste bulgarische EU-Kommissarin war Meglena Kuneva, der das Ressort Verbraucherschutz zugestanden hat. Bei ihrer eventuellen Wahl zum EU-Kommissionsmitglied erweist sich Rumyana Zheleva als das zweite Mitglied des Kabinetts, das aus seinem Amt nur kurz nach der Regierungsbildung ausscheidet. Die Bildungsministerin Yordanka Fandakova wurde bereits für Sofia-Bürgermeister-Kandidatin nominiert. Inzwischen gab die Partei von Yane Yanev, die RZS, ihre Unterstützung für Zheleva auf der Jahreskonferenz der Konservatoren in Manchester bekannt.