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Politik

06.01.2009
Nutzung von EU-Mittel für Errichtung Sofioter Müllverarbeitungsanlage

Die Regierung ist bereits damit einverstanden, EU-Mittel für die Errichtung einer Verarbeitungsanlage für den Sofioter Müll zu nutzen. Dies wurde am Montag aus den Äußerungen des Ministers für Umwelt und Wasserwirtschaft, Dschevdet Tschakarov, und dem Bürgermeister der Hauptstadt Boiko Borisov bei der Eröffnung der Mülltrennungsanlage im Wohnviertel „Suchodol“ deutlich.
Bisher vertrat der Umweltminister die These, dass falls das Werk in Sofia mit EU-Mitteln gebaut werden würde, das Programm für die Errichtung der regionalen Depots ungenutzt bleiben würde, was zu Sanktionen seitens der Europäischen Kommission führen würde. Daher bestand der Minister darauf, dass in der Hauptstadt eine öffentliche Partnerschaft genutzt wird. Dies rief einige zusätzliche Skandale auf der Ebene Hauptstädtische Gemeinde und Ministerrat hervor.
Tschakarov wies darauf hin, dass die Finanzressourcen aus der EU für die Operativen Programme „Umwelt“ sowohl den Bau von 21 regionalen Depots als auch einer Müllbearbeitungsanlage in Sofia sichern. Für den Bau des Sofioter Werkes war auch die Mitfinanzierunmg seitens der Sofioter Gemeinde abgesprochen.
Bisher beläuft sich die Summe der Errichtung des Werks in Sofia auf 175 Mio. Euro, wobei der Minster nicht präzisieren konnte, welcher Teil aus EU-Fonds und welcher aus der Gemeinde finanziert wird. Er sagte nur, dass man momentan den Finanzrahmen des Projekts überarbeite. Borisov sagte, die Gemeinde sei bereit 20% zu finanzieren.
Die neue Mülltrennungsanlage in „Suchodol“, mit einem Gesamtwert von 1,75 Mio. Lewa (ca. 0,89 Mio. Euro), wird täglich 500 Tonnen angefallenen Müll verarbeiten. Die Jahreskapazität beläuft sich auf ca. 120 000 Tonnen, was ein Drittel des gesamten Müllaufkommens Sofias bedeutet.
Derartige Anlagen gibt es in Sofia in den Wohnvierteln „Trebitsch“ und bei Filipovtsi. „Somit erfüllen wir das Programm für die Abfallwirtschaft und es wird keine Sanktionen bezüglich des Mülls in Sofia geben“, kommentierte noch Tschakarov.
Boiko Borisov vermerkte, dass die Installation im Suchodol Depot die größte Kapazität in Bulgarien habe und Bulgarien sich auf dem ersten Platz bezüglich der Müllerzeugung pro Kopf befinde. Hätte man diese Anlage vor 7-8 Jahren errichtet, wäre der Müllballenumfang um das Zweifache geringer und wenn das Depot nicht geschlossen worden wäre, wäre es nicht dazu gekommen, dass man den Müll in Ballen packte, so Borisov vor mediapoll.bg. Laut dem Umweltminister werden auch die verbliebenen Depots mit ähnlichen Installationen ausgerüstet. Er wies darauf hin, dass er am 27. Januar mit dem EU-Kommissar für Umwelt, Stavros Dimas, zuammentreffen werde, um über Umweltprojekte für Bulgarien und über Projekte im Wassersektor zu sprechen.

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