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Wecheselkurse der Balkanwahrungen

Stand: 07.06.2017

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Interview

04.10.2018  

Unser Wachstum hängt sehr stark davon ab, ob wir qualifiziertes Personal am Markt bekommen

Helmut Schweighofer, Vorstandsvorsitzender von DB Schenker in Österreich und Südosteuropa, im WB-Gespräch
2018_09-10_13.jpg

Was bedeutet das 25.-jährige Jubiläum von DB Schenker Bulgarien für Sie persönlich?

Für mich persönlich bedeutet es sehr viel, weil ich Teil dieser Geschichte bin, nach wie vor. Wenn ich in Bulgarien bin, oder über Bulgarien spreche, dann werde ich immer ein wenig emotional, weil das auch ein wenig meine Heimat ist. Heimat ist vielleicht zu viel gesagt, aber man ist, wie man auf Englisch sagt „attachedtothecountry, attachedtothepeople“. Das berührt mich schon sehr. Für mich war vor allem Bulgarien die erste Management-Station, bei der ich größere Aufgaben bekommen habe und auch damals - im Jahr 2008 –standen alle Zeichen auf Wachstum. ForeignDirect Investments waren am Peak. Woran ich mich gut erinnere, 2008, erster Sonntag im Juni, an dem ich nach Bulgarien, nach Sofia, geflogen bin, war das Wetter nicht so gut. Da fühlte sich alles sehr fremd an. Dann habe ich mich aber sehr schnell mit Land und Leuten angefreundet. Was ich damals nicht wusste war, dass wir relativ bald große Probleme haben werden – Stichwort Lehman Brothers und Finanzkrise, die uns dann wirtschaftlich und gesellschaftlich schon sehr stark getroffen haben, und ich kann mich noch gut erinnern, dass alle Investitionen gestoppt wurden. Sehr, sehr schwierige Zeiten. Wir hatten unser Projekt in Bozhurishte, aber auch bei uns im Konzern wurden alle Investments gestoppt. Wir konnten aber trotzdem den Konzern davon überzeugen, dass dies ein gutes Projekt ist und dass es auch wert ist, in Bulgarien zu investieren. Wir haben damals diese Fonds bekommen, man hat uns vertraut und wir haben finanzielle Mittel bekommen. Wir haben in diesen Krisenzeiten investiert – in Leute, in Personal, aber auch in Infrastruktur. Das war jetzt hinterher betrachtet eigentlich sehr sehr wichtig und für uns der richtige Schritt.

Welche Ereignisse der Unternehmensgeschichte erachten Sie als besonders wichtig?

Bei uns war der Beginn 1889, mit der Gründung der ersten Gesellschaft hier in Bulgarien. Ich habe vor kurzem das Schriftstück gesehen, das Dokument, das war in Französisch, Teil der Historie. Wir wissen natürlich, dass damals Französisch die Hauptsprache auch hier in der Region war und Bulgarien war das erste Land, Sofia die erste Niederlassung am Balkan, die Gottfried Schenker, unser Gründer damals auch gegründet hat. Und dann ist es mit Sicherheit die Gründungszeit nach dem Krieg vor 25 Jahren, wo MinkoVasilevski das Unternehmen gegründet und mit sehr viel Engagement und viel Elan den Grundstein gelegt hat. Es gibt immer noch den einen oder den anderen Mitarbeiter, der von der ersten Stunde an dabei war. Es sind immer noch teilweise für uns wichtige Leute und Abteilungsleiter bei uns. Ich würde sagen, das war der zweite ganz wichtige Meilenstein, dass auch das Netzwerk mit den Niederlassungen gegründet wurde. Ich glaube mein Dazutun war auch wichtig, Bulgarien und DB Schenker Bulgarien in eine moderne Zeit zu entwickeln und dem Unternehmen Infrastruktur zu geben, ein modernes Unternehmen zu machen, das sich heute mit einer Wettbewerbsfähigkeit zeigt. Und was ich auch gemacht habe ist, damals nicht nur sehr stark in Infrastruktur zu investieren, sondern auch sehr stark in die Logistik, in die Contract-Logistik. Contract-Logistik war eigentlich für uns das wachsende Element und der Treiber für den heutigen Erfolg. Über die Contract-Logistik ging dann die Belebung aller Produktbereiche auch von Schenker Bulgarien aus.

Was denken Sie - hat sich in diesem Jahr der Markt verändert?

Ich würde mal sagen, wo ich 2008 nach Bulgarien gekommen bin, hat es sich nach Aufbruchstimmung angefühlt, es gab einen Normenbedarf, die Nachfrage war sehr groß und es war eine Managementdisziplin, die mir damals sehr fremd war. Es war ein Verteilen von Ressourcen und Kapazitäten. Und das hat sich mit der Finanzkrise geändert, dass man dann wirklich wettbewerbsfähig sein muss, mit guten Produkten und guten Leistungen und dann nur am Markt realisieren konnte. Da hat sich die Managementdisziplin in Bulgarien geändert und ist dem sehr nahe gekommen, was wir auch in den gewachsenen, saturierten Märkten erzielen, egal ob das Deutschland, Österreich und alle anderen Westeuropa sind, das hat sich sehr auch angeglichen.


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