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Stand: 07.06.2017

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07.09.2017  
70 % der Waren in den Handelsketten sind bulgarischer Herkunft  
 
09_2017-04.jpg

Eine neue Studie über den bulgarischen Markt hat mit den bekannten Mythen über die „bösen“ Einzelhandelsketten aufgeräumt. Namentlich, dass man die lokalen Hersteller missachte und überwiegend importierte Waren verkaufe. Des Weiteren werden die Geschäfte dessen beschuldigt, dass sie hierzulande Lebensmittel der Güteklasse II verkaufen und Gewinne und Steuern hinterzogen würden. Darüber hinaus seien sie schuldig an dem Konkurs kleinerer Geschäfte. Das wahre Bild sieht ganz anders aus, zeigte eine Analyse des Instituts für Marktwirtschaft (IPI), betitelt „Die sichtbaren und unsichtbaren Auswirkungen des Eintritts des modernen Handels in Bulgarien: Tatsachen gegen Mythen“.
Einer der hartnäckigsten Irrtümer ist, dass die großen Einzelhandelsketten voller ausländischer Produktion sind. Die Wahrheit aber ist, dass in ihren Regalen die bulgarische Produktion dominiert. „Wenn wir zu den bulgarischen Waren solche zählen, die die Einzelhandelsketten bei bulgarischen Lieferanten kaufen, so beträgt ihr Anteil über 70 Prozent aller verkauften Waren (BILLA z. B. verkauft über 70 Prozent Obst und Gemüse von bulgarischen Herstellern in der aktiven Saison)“, erklärten die Verfasser der Analyse. Die Statistik der Supermärkte zeigte, dass die Produkte lokaler Unternehmen zwischen 60 und 70 Prozent des Gesamtvolumens der Waren, die sie verkaufen, ausmachten.
Diese Angaben widerlegen die „Argumente“ der linken Parteien zur Einführung verbindlicher Kontingente für „Made in BG“-Waren in den SB-Warenhäusern. Und die Bulgarische sozialistische Partei (BSP) verfasste sogar ein Gesetz darüber. Der „Kern“ des Projekts, der von Parteiführerin Korneliya Ninova proklamiert wurde, bestand in der Durchsetzung eines obligatorischen minimalen Bestands an lokalen Waren. Dieser würde bedeuten 51 Prozent für Obst, 50 Prozent für Hühnerfleisch, 70 Prozent für Milchprodukte, 25 Prozent für sonstiges Fleisch und 75 Prozent für Wein und Alkohol.
Im Übrigen, würden Ninova und ihre Gleichgesinnten einen Blick in die Regale in den großen Einzelhandelsketten werfen, würden sie bemerken, dass die Kontingente bereits erfüllt sind (außer Alkohol). Was die Qualität der Waren betrifft, ist der hohe Anteil der „Imitationserzeugnisse“ und der „Delikatesse, die dem Käse usw. ähnlich sind“ das alchemische Ergebnis heimischer und nicht ausländischer Hersteller.
Nicht nur, dass die Handelsketten der bulgarischen Produktion nicht „zum Verhängnis“ werden, sondern machen sie darin direkte Investitionen. Ein solches Beispiel ist die Kampagne von Lidl „Zuhause“ (Rodna stryaha). Anfang 2017 enthält „Zuhause“ über 50 Produkte bulgarischer Hersteller aus verschiedenen Regionen des Landes. „Die Gärten von Billa“ ist eine ähnliche Initiative. Am Anfang des Jahres schließt die Gesellschaft einen Vertrag direkt mit Obst- und Gemüseherstellern ab und garantiert, dass sie die bestellten Mengen aufkaufen wird.
Eine weitere bekannte „Sorge“ der populistischen Politiker, dass die Ketten die kleinen Geschäfte ruinieren und die Arbeitsplätze vernichten, erwies sich auch als hohle Propaganda, wie aus der Untersuchung von IPI hervorging. Nach Angaben des Europäischen Statistikamtes (Eurostat) gab es im Jahr 2015 im Einzelhandel nur große 43 Unternehmen hierzulande. D. h. sie verfügten über ein Personal von über 250 Menschen. Obwohl sie groß sind, hielten sie um 25.6 Prozent der Umsätze. Die Einzelhandelsketten fielen genau in die Gruppe der Großunternehmen. 

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