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Stand: 07.06.2017

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Interview

30.01.2013  
Arbeitskräfte sind Bulgariens größter Vorteil
Dr.Till W.Truckenmüller, Präsident des Automotive Clusters Bulgaria (ACB) und Geschäftsführer der Beratungsgesellschaft IMACOS Group, gegenüber dem WB
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Mitte vorigen Jahres haben Sie in Bulgarien einen Automobil-Cluster gegründet. Welche Ziele hat sich die Organisation gesetzt?
Die Vision ist eine nachhaltige eigene Automobilindustrie in Bulgarien. Dazu müssen wir absichern, dass die vorhandenen großen Zulieferer ein gutes Umfeld haben. Momentan sind wir sehr stark engagiert, sowohl Hersteller als auch große internationale Zulieferer anzusprechen und die Vorteile von Bulgarien transparent zu machen. Wir haben festgestellt, dass auch Leute, die sich viel mit Osteuropa beschäftigen oder die viele andere Fabriken in Osteuropa haben, über Bulgarien meist relativ wenig wissen.
Natürlich wollen wir auch, so wie jedes Cluster, durch Projekte eine Verbesserung der Situation für die einzelnen Mitglieder erreichen. Das sind klassische Perspectives-Vergleiche oder Ähnliches. Diese Vergleiche werden aber sehr stark an bulgarischen Belangen ausgerichtet sein - wie finde ich das richtige Personal usw. Wir werden uns dazu auch im Ausbildungsbereich massiv engagieren, bzw. wir werden unseren Mitgliedern die Plattform bieten, diese Sachen konkret aufzusetzen. Ein Beispiel: Es gibt in Ungarn ein EU-gefördertes großes Projekt zum Aufbau des Dualausbildungssystems. Wir werden versuchen, wiederum unter Förderung der EU, aus solchen Projektansätzen entsprechende Rollouts für Bulgarien zu entwickeln.

Welche Vorteile weist Bulgarien im Vergleich zu den anderen Staaten im Bereich der Automobilindustrie auf?
Der größte Vorteil sind die wirklich sehr gut qualifizierten Akademiker, viele mehrsprachig und mit internationaler Erfahrung. Das ist eine Ressource, die viele internationale Unternehmen bewegt hierher zu gehen. Sie haben große Schwierigkeiten in Stuttgart oder wo auch immer entsprechend qualifizierte Leute zu einem akzeptablen Preis zu finden. Hier ist das noch kein Problem, weil das Land noch nicht von allen entdeckt wurde. Wenn das größere Wellen schlägt, wird es wirklich schwierig.
Dann habt ihr hier ein ganz großes Outsourcing-Zentrum mit vielen Tausend Leuten. Johnson Controls, z. B., hat hier 600 Entwickler sitzen. Das sind Dinge, die in anderen osteuropäischen Ländern sehr viel schwerer gehen. Es gibt zwar in Tschechien oder in Rumänien durch die entsprechenden Sprachzonen mehr deutschsprachige Leute aber nicht im akademischen Bereich. Es gibt kein anderes Land in Osteuropa, wo es so viele deutschsprachige Akademiker gibt. Wenn man die Studentenzahlen anguckt und wenn man die ungefähr eine Million bulgarischen Akademiker im Ausland mitbetrachtet, wenn man denen entsprechende Perspektiven bieten kann, dann gibt es für das Land noch völlig ungeahnte Chancen. Man muss natürlich die entsprechend qualifizierten Arbeitsplätze hier anbieten und auch das Umfeld, sonst funktioniert das nicht. Diese High-Potentials arbeiten überall auf der Welt.
Natürlich gibt es auch Nachteile, aber relativ ähnliche wie in den meisten anderen osteuropäischen Ländern. Die extrem schwerfälligen Administrationen z. B., das ist in Bulgarien auch so, aber ich habe Hoffnung, dass wir uns durch Maßnahmen der Investment Agency zumindest in die richtige Richtung bewegen.

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